Alkohol schützt vor Übergewicht

Eine US-amerikanische Studie hat den Nachweis erbracht, dass regelmäßiger Alkoholgenuss Frauen vor Übergewicht schützt. Das Brigham and Women´s Hospital in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts hat in einer Studie die Wirkung untersucht.

 

Weibliche Probanden, die über 13 Jahre hinweg regelmäßig Alkohol zu sich nahmen, legten danach weniger an Gewicht zu als jene Frauen, die keinen oder nur unregelmäßig Alkohol tranken.

 

Die Forscher zeigten sich angesichts der Ergebnisse überrascht, dass der Kaloriengehalt des Alkohols keine Auswirkungen hatte. In der Studie wurden Daten von fast 20.000 Frauen erhoben. Jene Versuchspersonen, die täglich rund ein Glas Wein oder einen halben Liter Bier konsumierten, hatten das geringste Risiko für eine Gewichtszunahme. Bei der Art des Alkohols gab es allerdings Unterschiede: Beim Konsum von Rotwein wurde der größte Effekt erzielt. (WF/u.a. mit Informationen des Weinreporters)

 

Meine persönliche Anmerkung: Ich kenne die genaue Studie nicht. Trotzdem vermute ich mal, hier wurde lediglich mal wieder bewiesen, dass Genussmenschen insgesamt bewusster und damit gesünder mit Lebensmitteln umgehen.

Beeinflusst Wein unsere Gesundheit?

Schon die Römer und die Griechen kannten die positiven Auswirkungen, die Wein auf die Gesundheit haben kann. Aber sie kannten auch die negativen Folgen von zu viel Weingenuss!

 

Die Völker des Altertums erkannten fast naturgemäß die beruhigende Wirkung des Weines, die bei entsprechender Dosierung auch bis zur Betäubung führt.

 

Auf der anderen Seite war im antiken Rom die anregende und lindernde Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt und den Kreislauf schon bekannt. Wein ist natürlich nur gesund, wenn man ihn in Maßen genießt, nicht in Massen. Die täglich empfohlene Menge an Wein, die man zu sich nehmen darf bzw. soll, schwankt je nach Geschlecht und Alter. Insbesondere den Phenolen, welche hauptsächlich in den Schalen und Kernen der Trauben vorkommen, werden positive Auswirkungen auf den Organismus nachgesagt. Die Phenole, in einem noch nicht ganz geklärten Zusammenspiel mit dem Alkohol, führen zu einer Senkung des Blutdrucks, zu einem Rückgang der schädlichen Blutfette und zu einer Senkung der Thrombose-Risiken. Beim vernünftigen Umgang, und dies kann nicht oft genug erwähnt werden, mit dem Genussmittel Wein, sinken weiters das Risiko an Krebs, Nierensteinen oder Gicht zu erkranken.

 

Und dass der Wein gut für die Seele ist, wusste schon William Shakespeare vor Jahrhunderten: "Komm, du König, weinbekränzt, Baccus, dessen Augen glänzt: Du verjagst die Leidgedanken! In den Locken Efeuranken, trinkt, bis alle Welten schwanken!"

Rotwein hält Frauenherzen gesund

Wissenschaftler des Karolinksa Institutes haben nachgewiesen, dass das Trinken von Wein und nicht von Bier oder harten Getränken die Herzen von Frauen gesund erhält.

 

Das Team untersuchte die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf 102 Frauen unter 75 Jahren, die einen Herzinfarkt überlebt hatten oder bei denen eine Arterienoperation durchgeführt worden war. Es zeigte sich, dass Frauen, die ein Jahr lang täglich eine geringe Menge Wein tranken, über den gesündesten Herzrhythmus verfügten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin "Heart" veröffentlicht.

 

Der Großteil der bisherigen Studien zu den positiven Auswirkungen von Alkohol auf die Gesundheit wurde mit Männern durchgeführt. Derzeit ist nicht erforscht, warum geringe Mengen von Wein der Gesundheit des Herzens förderlich sind. Die Teilnehmerinnen wurden ersucht, ihren Alkoholkonsum im Laufe eines Jahres aufzuzeichnen. Nach mindestens einem Jahr wurde 24 Stunden lang ein EKG während des Alltags der Teilnehmerinnen durchgeführt. Damit wurden Schwankungen in der Herzfrequenz (HRV) ermittelt. HRV bezeichnet die Veränderungen in den Zeitintervallen zwischen den einzelnen Schlägen des Herzens. Verringerte Zeitintervalle wurden mit einem erhöhten Risiko einer Herzerkrankung und des Todes in Zusammenhang gebracht. Eine Verringerung der Intervalle legt nahe, dass das Herz weniger gut in der Lage ist auf Erfordernisse wie die Erhöhung des Blutflusses während körperlicher Aktivitäten zu reagieren. HRV war bei jenen Frauen am höchsten, die mehr als fünf Gramm Alkohol täglich zu sich nahmen. Das entspricht mehr als einer halben Standardeinheit.

 

Am geringsten war dieser Wert bei Frauen, die keinen Alkohol zu sich nahmen. Weitere Analysen zeigen, dass die Art des konsumierten Alkohols entscheidend war. HRV war bei jenen Frauen am höchsten, die Wein tranken. Diese Ergebnisse bleiben gleich auch als Faktoren wie Alter, Gewicht und Rauchgewohnheiten berücksichtigt wurden. Bier und Schnaps hingegen hatten wenig Einfluss auf HRV.

 

Der Wissenschaftler Staffan Ahvne erklärte gegenüber BBC News, dass das Trinken von Wein möglicherweise das Nervensystem beruhige. Das könnte wiederum einen positiven Einfluss auf den Herzrhythmus haben. Menschen, die Wein tranken, schliefen ebenfalls besser, was auch zur Entspannung beitragen könnte.

Wissenswertes

Wir haben hier einen interessanten Artikel spezielle zum Thema Wein aus einer Fachzeitschrift für Sie.

Ist auch Riesling gut fürs Herz?

Die deutsche Weinakademie wehrt sich gegen die Feststellung, dass nur französische Rotweine gut für die Gesundheit und insbesondere fürs Herz seien.

 

Die Weinakademie nimmt aktuelle Pressemeldungen über die besondere Wirkung französischer Rotweine zum Anlass, auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse hinzuweisen. Danach ergaben alle seriösen Studien, dass Wein zwar im Vergleich mit anderen Alkoholika einen Vorteil in seiner gesundheitsfördernden Wirkung hat, dass aber kein signifikanter Unterschied zwischen den einzelnen Weinarten festgestellt werden kann.

 

Deutscher Riesling oder Weißburgunder, Müller-Thurgau wie Traminer haben deshalb nach Ansicht der Akademie eine ebenso große Wirkung, wie die von anderer Seite propagierten Franzosen.

Vakuumieren

Wussten Sie, dass das sogenannte "Vakuumieren" einer angebrochenen Weinflasche den Qualitätsabfall beschleunigt und nicht wie behauptet verringert?

 

Eigentlich ganz verständlich, werden doch durch Entziehen der Flaschenluft auch die Duftstoffe aus dem Wein entnommen. Es ist besser, mit einem möglichst dichten Stopfen die angebrochene Flasche zu verschließen. Auch ist es falsch zu behaupten, dass Wein in der angebrochenen Flasche auch nach längerer Zeit keine Qualitätseinbußen erleidet.

 

Der Großteil aller Weine verliert bereits nach einem Tag, trotz dichtem Verschließen, viel von seiner ursprünglichen Qualität. Lediglich einige wenige, meist in barrique ausgebauten Weine, erhalten ihre Seele - von Farbe über Geschmack - maximal einen Tag lang.

 

Übrigens - ein paar Tage alte Weinreste können noch für vielerlei Verwendung finden. Zur Geschmacksverbesserung beim Kochen ist meiner Frau ein einige Tage alter Wein aus der 7/10 Flasche und bekanntem Weingut noch wesentlich lieber als frischer, offener Landwein mit Phantasiebezeichnung und unbekannter Herkunft.

 

Qualitätswein eignet sich auch noch nach ein paar Tagen zur Herstellung von hervorragendem Weinessig. Wollen Sie wissen, wie man so einen macht? Schicken Sie uns einfach eine E-Mail, wir sagen Ihnen, wie es funktioniert.

Allerlei

Wussten Sie, dass auch bei Weintrauben DNA-Untersuchungen durchgeführt werden? Diesen und sonstige bunt gemischten Beiträge zum Thema Wein wollen wir hier für Sie bereitstellen.

Braucht Wein Sauerstoff?

Allen Hart, önologischer Forscher und Entwickler bei Southcorp, untersucht seit 1997 den Einfluss von Sauerstoff auf die Reifung von Flaschenweinen. Aus der Studie geht hervor, dass Sauerstoff für die Reifung des Weins nach Abfüllung nicht von vitaler Wichtigkeit sei.

 

Die Zufuhr von kleinen, messbaren Mengen Sauerstoff beschleunige zwar die Reife von Rotweinen aufgrund von oxidativen Prozessen, aber die Weine entwickelten sich über anaerobe (sauerstoff-unabhängige) Abläufe auch ohne Luftzufuhr weiter.

 

Hart´s Untersuchungen bestätigen ältere Forschungen, die ebenfalls zum Schluss kamen, dass Sauerstoff für die Weinentwicklung nicht notwendig sei und sich Wein demnach auch mit luftundurchlässigen Verschlüssen verfeinern kann. Falsche Traditionen beim Verbraucher, der Mangel an Zivilcourage seitens der Weinproduzenten, Weingesetze, die Dreh-, Kapsel- oder Glasverschlüsse für Qualitätsweine verbieten, und starke Kork-Lobbys sorgen dafür, dass Wein nach wie vor unter der zweitschlechtesten aller Verschlussarten zu leiden hat (schlechter war nur der von den Römern in Olivenöl getunkte Stoffpfropfen).

 

Während die Gesundheitsbehörden in unseren Weinkellern den kleinsten Fliegendreck beanstanden, hält sich niemand darüber auf, dass ein mit höchstem Aufwand hergestelltes Qualitätsprodukt mit einem absolut unhygienischen, chemisch und biologisch unsicherem Stück Material in Dauerberührung kommt. Der Schaden, den Kork anrichtet, ist unermesslich, auf jeden Fall viel größer als gemeinhin angenommen.

 

Die sogenannten Korkler sind lediglich die Spitze des Eisbergs, und die ist bekanntlich ungefährlich, da weithin erkennbar. Eigentlich ist es absolut unverantwortlich, das Schicksal einer teuren Flasche Wein wie Barolo einem übelriechenden, chemisch behandeltem Rindenstück anzuvertrauen.

 

Aus Merum 03/05

Südtiroler Verwandtschaften

Der Lagrein sei ein uneheliches Kind des Teroldego und ein Bruder des Marzemino ... Zudem seien die Mitglieder der Vernatsch-Familie - Großvernatsch, Grauvernatsch, Mittervernatsch - nicht miteinander verwandt, sondern sich nur zufällig so ähnlich.

 

Und schließlich besäße auch der Gewürztraminer mehrere Heimstätten.

 

All dies ist kein Familienklatsch unter den Weingütern Südtirols, sondern entspricht vielmehr den neuesten Erkenntnissen der Forschung über Rebsorten-DNA. Über den letzten Stand der Dinge informierte der aus Sion (Schweiz) stammende Wissenschaftlicher José Vouillamoz anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes "Die Weingüter Südtirols". "Herkunft und Verwandtschaft Südtiroler und internationaler Rebsorten" war das Thema, zu dem die Wissenschaft mit einigen überraschenden Neuigkeiten aufzuwarten hat.

 

Untersuchungen an den Universitäten von Davis in Kalifornien und von Lausanne in der Schweiz sowie am Agrarinstitut von San Michele all´ Adige (Trentino) haben Erkenntnisse gebracht, die die bisherige Geschichte der Rebsorten weitgehend auf den Kopf stellen. Der seit dem 16. Jahrhundert in Südtirol bekannte Lagrein ist und bleibt eine autochthone Rebsorte. So viel steht fest.

 

Etwas überraschend ist allerdings die Tatsache, dass einer seiner beiden Elternteile der bereits um 1480 erwähnte Teroldego aus dem Trentino ist. Den zweiten Elternteil konnte die Wissenschaft noch nicht identifizieren. Dafür weiß man, dass der Trienter Marzemino ebenfalls vom Teroldego abstammt und somit ein Bruder des Lagrein ist. Der Traminer hat den Pinot in seinem Stammbaum und zeigt sich in zwei hauptsächlichen Erscheinungsformen: Dem Savagnin in Frankreich und dem Gewürztraminer in Südtirol. Tramin darf sich also weiterhin "Heimat des Gewürztraminers" nennen, wenn auch nicht mehr ganz so exklusiv.

 

Zum Vernatsch: Für José Voillamoz ist die Vernatsch-Familie eine Gruppe von Rebsorten, die unter gleichen Anbaubedingungen und Erziehungsmethoden gedeihen, aber untereinander genetisch verschieden sind. Genaueren Aufschluss darüber müssten aber erst weitere Untersuchungen geben.

 

Aus: Merum 03/05

Schon die alten Römer wussten, dass Wein unsere Gesundheit beeinflusst. Hier finden Sie einige interessante Artikel wie sich Wein - in Maßen genossen - positiv auf Ihre Gesundheit auswirken kann.

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